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Video-Projekt

 

Interview mit den Mitmachern des Video-Projektes „Wir für Inklusion“

 

 

Vorstellung der Videos:

Das Internet und vor allem auch Youtube sind von Vielfalt geprägt. Trotzdem sind Menschen mit Behinderung deutlich unterrepräsentiert und sind nur ein sehr kleiner Teil der digitalen Welt - etwas, was wir ändern wollten. Uns, einem kleinem Team aus vier Leuten,  war es wichtig, Menschen mit Behinderung eine Stimme zu geben. Das haben wir geschafft - mit Videos auf der sozialen Plattform Youtube, welche insgesamt schon über 200× geklickt wurden.
 Im Nachgang der Dreharbeiten wurden die Beteiligten über ihre Eindrücke und Erfahrungen befragt.

 

Was denken und fühlen die Akteure?

  1. Cindy: Du hast beim Filmprojekt des CKV „Wir für Inklusion“ mitgemacht.
    Was hat Dich gereizt, bei diesem Projekt mitzumachen?

    „Ausschlaggebend für die Teilnahme an diesem Projekt war für mich die Wichtigkeit von Öffentlichkeitsarbeit. Auch wenn einige Dinge im sozialen Umgang miteinander selbstverständlich sein sollten, gibt es immer wieder Hindernisse. Einiges können gesunde Menschen nicht wissen. Hier liegt die Aufgabe der Aufklärung und Schulung bei den Betroffenen; wir müssen die Gesellschaft über Notwendigkeit und Möglichkeiten zur Einbeziehung behinderter Menschen in den Alltag informieren. Es ist wichtig, die Menschen für das Thema Behinderung zu sensibilisieren. Meine Sehbehinderung ist mir von Gott gegeben worden - für diese Aufgabe.“
    (Cindy hat im zweiten Film die Fragen beantwortet)

 

 

  1. Michael: Du hast beim Filmprojekt des CKV „Wir für Inklusion“ mitgemacht.
    Was war bei der Arbeit an den Filmen das lustigste Ereignis für Dich?
    „Mir hat das Fragen beantworten überhaupt Spaß gemacht. Witzig fand ich den Ort, wo wir den Film gedreht haben.“
    (Michael war im ersten Film der Fragen-Beantworter)

 

  1. Christoph: Du hast beim Filmprojekt des CKV „Wir für Inklusion“ mitgemacht.
    Hattest Du ein „AHA-Erlebnis“ beim Filmmachen?
    „Mir ist deutlich geworden, dass wenn ich über den Alltag der zu Interviewenden Menschen nachdenke, es viele Schwierigkeiten und Hindernisse gibt die ich übersehe bzw. deren ich mir nicht bewusst bin. Beim Dreh sind mir dann viele Schwierigkeiten aufgefallen.“

(Christioph ist IT-Fachmann aus Radeburg)

 

  1. Paul: Du hast beim Filmprojekt des CKV „Wir für Inklusion“ mitgemacht.
    Was sollen die Filme bringen?

Die Filme sollen zeigen, daß es zwischen Menschen mit einer Behinderung und Menschen ohne Behinderungen keinen speziellen oder typischen Unterschied gibt. Es sind einfach nur unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Begabungen. Sie haben ähnliche Interessen, Freuden, Ängste. Wenn Du mich fragst, dann finde ich es wie Cindy genauso lustig, wenn jemand gaffend voll gegen die Laterne läuft. Wenn Du mich aber in ein Fußballstadion in den Chemnitzer Block stellst, dann bin ich dort wahrscheinlich der fehlplatzierteste Mensch in einer Menge von Tausenden.

Nur eine wahllos herausgegriffene Eigenschaft eines einzelnen Menschen heraus zu greifen, wie Sehen zum Beispiel, und deswegen diesen Menschen anhand diesem einen Unterschied zu einer anderen Kategorie Mensch zu machen, halte ich für chauvinistisch. Das gehört ins 20. Jahrhundert, aber nicht in meine Welt. Wir hoffen, daß es die Eine oder den Anderen zum Nachdenken bringt, falls er oder sie noch in den alten Schubladen 'Behindert' und 'Normal' denkt.

Und natürlich stand der Spaß auch im Vordergrund.

(Paul ist Studierender in Leipzig, Halle und Berlin)

 

  1. Johannes: Du hast beim Filmprojekt des CKV „Wir für Inklusion“ mitgemacht.
    Was hat dich besonders herausgefordert?
    Ich fand es als besondere Herausforderung zu schauen, wie alles abläuft z.B.: Wer steht wo? Laufe ich dem anderen jetzt in die Kamera? Ist das Bild scharf? Ich denke, dafür dass es meine ersten Aufnahmen in dem Maße waren, haben wir es ganz gut hinbekommen. Es ist auch immer wieder eine Herausforderung mit YouTube zu arbeiten und dabei die Untertitel einzufügen, was manchmal nicht ganz leicht war. Ich würde es jederzeit wieder machen. Es war ein Projekt das mir Spaß gemacht hat.

(Johannes ist Auszubildender aus Naunhof)

 

  1. Anja: Du hast beim Filmprojekt des CKV „Wir für Inklusion“ mitgemacht.
    Wie geht’s weiter, wird es neue Filme und neue Mitmachende geben?

    „Geplant sind keine neuen Videos. Wir haben leider keine neuen Mitwirkende gewinnen können und sind deswegen zu den Schluss gekommen, dass ein Projekt von dieser Größe zu viert nur schwer umsetzbar ist. Zudem möchte ich mich aus dem Projekt aus zeitlichen Gründen mehr zurück ziehen, was dann auch die Frage nach einer neuen Leitung mit sich bringt. Trotzdem hat uns die Zusammenarbeit an den Videos uns Spaß gemacht und wir sind stolz, dass die Videos so einen guten Anklang gefunden haben.“
    (Anja ist Schülerin aus Naunhof)

 

 

Was im Hintergrund passiert ist:

1.Aufgabenverteilung

Johannes war der Kameramann und hat die Untertitel für die Videos geschrieben.

Christoph hatte die Verantwortung für die  Technik. Er hat dafür gesorgt, dass wir genügend Kameras haben [z.B. ausgeliehen] und hat Mikros besorgt) und stand auch hinter der Kamera.

Unser Junge für alles war Paul. Er hat viele Ideen geliefert und uns seine Wohnung für Treffen bereitgestellt.

Anja hatte die Fäden in der Hand. Sie hat organisiert (d.h. Treffen angeleiert, Interviews organisiert, Aufgaben verteilt, Kontakt zum CKV gehalten und dafür gesorgt, dass ein grober Zeitplan eingehalten wird). Sie stand an „Fragende“ vor der Kamera und hat das entstandene Filmmaterial zurechtgeschnitten.

 

An der Idee und dem Aufbau der Videos haben alle gearbeitet.

 

2. Zeit, die „verbraucht“ wurde.

Die gesamte Prozedur der Videos, also vom ersten Treffen bis zum online stellen der Videos, muss ca. ein 3/4 Jahr gedauert haben. Da wir alle auch sonst gut beschäftigt sind und dies nur ein Hobby von uns war, hat es ein wenig länger gedauert bis alles in Fahrt gekommen ist. Trotzdem stecken in diesem Video 3 Treffen á 3 Stunden, ein Drehtag von 4 Stunden (mit Hin- & Rückfahrt) und das Schneiden und hinzufügen von Untertiteln von insgesamt 9 - 11 Stunden. Zudem kommt noch Zeit, die für das Organisieren z.B. der Technik, draufging.

Insgesamt also eine Menge Zeit, die wir aber alle in ein gelungenes Projekt investiert haben.

 

 

Links der CKV-Videos:

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=wFslSXMOVg8

Video „blind“ https://www.youtube.com/watch?v=hC6UTGuvx_w&t=25s

„mit GB“ https://www.youtube.com/watch?v=9er-TvfzExU

 

 

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